Estrich – kein Strich


Kenner erinnern sich… da war doch mal was?
Jaaaa… manch einer meiner Leser könnte sich erinnern. Einstrich-Keinstrich. Klingelts? 😀

Na egal. Hier geht’s ja um Baublogs. Und die befassen sich dann doch eher mit Estrich als mit Felddienstuniformen.

Christina und Christian bauen mit FingerHaus. In ihrem Blog berichten sie von der Mühsal, Estrich ins Haus zu bekommen. Vor fast genau zwei Wochen las sich das so:

“… Wir haben gestern (vom Estrichleger selber 😉 ) die aktuelle Terminplanung bekommen. […] Am 19. kommt dann der Estrich. Das heißt, dass wir sogar eine Woche vorm Zeitplan sind, da die Sanitärfirma schon letzte Woche ihre Arbeiten durchführen konnte. …”

Jaaa… der Bauherr denkt, das Deutsche Handwerk lenkt.

Auch eine Woche später glauben Christina und Christian noch daran, dass ein Deutscher Handwerker Termine einhält. Sie machen das Haus mit jeder Menge Eigenleistung estrichbereit:

“… Die Bodentreppe kam heute auch an, eine Wellhöfer Gut-Holz mit 4D Wärmeschutz. Die werden wir aber erst nach dem Estrich einbauen, für die Zwischenzeit haben wir die Öffnung zum Spitzboden mit Dampfsperre abgeklebt, damit keine Feuchtigkeit vom Estrich reinzieht. …

Auch die Heizis waren fleissig. Alles in Erwartung des Estrichs.

“… Morgen sollten dann die Arbeiten abgeschlossen sein und der Estrich nächste Woche kann kommen. …”

Blättern wir weiter im Blog. Stand heute, Dienstag:

“… Gestern sollte eigentlich der Estrich kommen, als ich nach der Arbeit auf die Baustelle gefahren bin, war aber nix passiert. Die Schlangen der FBH liegen frei, wie am Donnerstag abend. …”

Auch ein schönes Bild. Dumm nur, dass für morgen, Mittwoch, der Blower-Door-Test geplant ist.

“… Der Mann für den Blower Door Test hat sich für am Mittwoch angekündigt, das klappt ja auch nicht mehr. Bis dahin ist der Estrich sicher nicht hart, selbst wenn er heute morgen kommt. …”

Da findet der Deutsche Handwerker sicher eine Lösung. Wenn’s nicht passt, wird’s halt passend gemacht. Und wenn es nur die Terminplanung Dritter ist.

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Anne und Moritz duschen jetzt warm ;-)


Anne und Moritz haben mit Grübbel gebaut. In ihrem Blog berichten sie von ihren ersten Erfahrungen mit der Wärmepumpe, konkret einer Erdwärmepumpe, die mit 2 75m Ochsner Direktverdampfer-Flächenkollektoren arbeitet.

Die beiden sind recht spät dran mit ihrer Wärmepumpe, da ihnen der erste Heizungsbauer per Insolvenz abhanden kam. Doppelt ärgerlich ist, dass ihnen durch diese Verzögerung auch noch die BAFA-Förderung durch die Lappen gegangen ist: Die ist und bleibt bekanntlich für Neubauten gestrichen (baublogs.info berichtete).

In der letzten Woche jedenfalls haben sie die Wärmepumpe endlich in Betrieb genommen:

“… Die Wärmepumpe läuft seit heute Nachmittag! Langsam aber zusehends erwärmt sich der 800-Liter-Wärmespeicher und der Wärmemengenzähler beweist, dass gerade 2,8 kW Wärmeleistung dem Wasser zugeführt werden. …”

Der Pufferspeicher ist mit 800 Litern nicht gerade winzig bemessen, doch 2,8 kW ist auch nicht gerade wenig Energie. Schon am gleichen Abend – also nach wenigen Stunden – konnte die Bauherrschaft mit wärmegepumpten Wasser warm duschen 🙂

“… Bereits gestern Abend war der Wärmespeicher auf 45 Grad; das ging schneller als erwartet. …”

Übers Wochenende haben Anne und Moritz die Wärmepumpe versuchsweise ausgeschaltet, um die Wärmeverluste zu testen. Hier sind sie noch nicht ganz zufrieden:

“… Nach 48h war die Temperatur von 48 auf 42 Grad gesunken und im Hauswirtschaftraum war es ziemlich warm – auch heute morgen noch, trotz über Nacht gekipptem Fenster und eisigen Außentemperaturen! …”

Allerdings sind etliche Anschlüsse am Pufferspeicher noch nicht gedämmt: Da schlummert sicher noch einiges Sparpontential.

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Estrich und Baustrom


Wie schreiben doch Sandra und Thorsten (Bodenseehaus-Häuslebauer) in ihrem Blog?

“… Baustrom, ist einer der Posten in der Finanzierung eines Hauses, wo man fast nur ein “?” rein machen kann – und zum Stromsparen will man nun auch nicht aufrufen, jedoch soll die Kasse des Bauherren lieber für ein paar Extras als für Strom verwendet werden. …”

Stromsparen ist vor allem dann keine Alternative, wenn auch noch ein Estrich getrocknet werden muss: Die meisten Firmen verwenden schliesslich klassischen Zement- oder Anhydritestrich, und das im Estrich gebundene Wasser (das kann in die Tonnen gehen!) muss irgendwohin: kontrolliert, langsam, schonend.

Sandra und Thorsten weisen auf die üppige Preisdifferenz zwischen dem Tarif, den der örtliche Grundversorger üblicherweise für den Baustrom berechnet, und anderen günstigen Tarifen hin:

“… 16,52 Cent zahlen wir im Schnitt (1/3=Nacht, 2/3=Tag) . Macht je verbrauchte kwh eine Ersparnis zum Baustrom von 6ct. Oder bei (mindestens) 2500 KWH für die Trocknung einen Unterschied von ~150,00 €. ...”

Da lohnt es sich schon, in einige Telefonate zur Koordination der Gewerke zu investieren: Estricktrocknung möglichst nicht mit Baustrom!

Melanie und Thorsten (Fertighaus Weiss-Häuslebauer) schreiben in ihrem Blog gerade über ihre Baustromabrechnung. Den Estrich haben sie garantiert nicht mit Baustrom getrocknet:

“… Wir haben in 6 Monaten 260 kWh verbraucht. …”

Und eine ganze Menge gespart.

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Neues SchwörerHaus-Baublog: Projekt Traumhaus


Christina und Sascha bauen mit SchwörerHaus und haben dazu ein kleines nettes Baublog aufgebaut. Danke 🙂

Warum SchwörerHaus? Christina und Sascha waren hoch sensibilisiert: Einerseits geistern ja immer wieder die üblichen Geschichten über verschimmelnde Fertighäuser durch die Medien (Massivhäuser sind, wie jeder weiss, bekanntlich stets und ständig einwandfrei und mit höchster Sachkunde gefertigt), und andererseits hat vor allem die Kampa-Insolvenz das Vertrauen in scheinbar stabile börsennotierte Baufirmen nachhaltig erschüttert.

“… Von daher fielen von Beginn an Billighersteller und Firmen, die negative Referenzen im Internet aufwiesen, aus unserer Rasterfahndung heraus. Es sollte eine Firma sein, die sich über mehrere Jahrzehnte etabliert hat, zufriedene Kunden aufweisen kann und deren Geschäftsphilosophie uns zusagt. Dafür waren wir auch bereit etwas mehr zu bezahlen. …”

In dieses Raster passen sicher einige Firmen, doch aus Sicht der beiden kamen nur FingerHaus und SchwörerHaus in Frage. Mit beiden Firmen haben sich Christina und Sascha intensiv beschäftigt. Die Entscheidung der beiden gegen FingerHaus fiel aufgrund der etwas lieblosen Beratung:

“… Die Beratung und die Form der Angebotserstellung bei F*****haus hat uns aber recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. …”

Und immerhin haben die beiden sogar dem berüchtigten Bauherrentag in Frankenberg widerstanden… das will schon etwas heissen 😉 Details stehen in einem besonderen Beitrag im Blog der beiden, von mir an dieser Stelle nur ein Kommentar: Der nach dieser Schilderung offenbar leicht überforderte Vertrieb passt zu meinem Eindruck, dass FingerHaus im Moment ein paar Aufträge zu viel hat.

Hier noch eine abschliessende Bemerkung zur Anbieterauswahl:

“… Bei der Wahl der Fertighausherstellers empfehle ich jedem, auf seine Intuition und sein Baugefühl zu achten. Bei keiner anderen Firma hatte ich die innere Ruhe und Sicherheit, dass ich mich hier in guten und vertrauenswürdigen Händen befinde. …”

Den Werkvertrag haben Christina und Sascha im Januar 2010 unterzeichnet, den Werkvertrag im Februar 2010 abgegeben. Im März 2010 flatterte dann die erste Rechnung ins Haus: Anzahlung!

Das Zahlungsmodell bei SchwörerHaus empfinden die zwei als fair:

“… 10% des Festpreises werden nach Zusage des Bauantrags fällig,
90% des Hauspreises ab Oberkante Kellerdecke erst sieben Werktage nach Hausübergabe. …”

Ach ja… Rechnungen. Auch für die Bauantrag war eine fällig: Schon im April 2010 wurde die Genehmigung erteilt, für eine Behörde kommt das Genehmigungstempo mindestens Überlichtgeschwindigkeit gleich 😉

Bemustert wurde im Juni am Sitz von SchwörerHaus in Oberstetten. Hierfür waren zwei Tage veranschlagt:

“… Wie viele andere Schwörer-Bauherren können auch wir an dieser Stelle nur betonen: Die im Preis bereits inbegriffene Standardausstattung ist wirklich sehr ansprechend und man kommt gut damit aus. …”

Das Projekt nahm dann in Riesenschritten Gestalt an. Am 01.  Juni 2010 wurde die Bodenplatte gegossen, und exakt am 15. Juli 2010 wurde das Haus montiert. Nicht ohne Katastrophenszenario: Eines der in diesem Sommer in schöner Regelmäßigkeit heraufziehenden Unwetter durchnässte am Abend des ersten Montagetages den Rohbau. Trotzdem: Alles wird gut, verspricht Schwörer, und deswegen glauben wir auch fest daran. Herzlichen Glückwunsch zum neuen Haus!

Das Blog von Christina und Sascha “Projekt: Traumhaus” wird nun sicher nicht langweilig werden, denn immerhin ist ja noch der komplette Innenausbau fällig. Ein Besuch im Blog der beiden lohnt also auch in Zukunft.

Dieses Blog und anderer SchwörerHaus-Baublogs findet ihr hier.

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BAFA: Förderstopp teilweise aufgehoben


Wie einer Pressemitteilung der Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu entnehmen ist, hat der Deutsche Bundestag die von ihm verhängte qualifizierte Haushaltssperre aufgehoben. Die BAFA ist damit in der Lage, die Förderung von Technologien zur Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien wieder aufzunehmen. Entwarnung für Häuslebauer bedeutet die Aufhebung des Förderstopps allerdings nicht: Mit der Begründung, dass die aktuelle Gesetzeslage ohnehin hinsichtlich erneuerbarer Energien eine Nutzungspflicht nach dem Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) vorschreibe, werden Neubauten nicht mehr gefördert.
Auch der Umfang der förderfähigen Vorhaben wurde gegenüber der bis zum Förderstopp am 03. Mai 2010 geltenden Praxis eingeschränkt: Solarkollektoren zur reinen Trinkwassererwärmung, Technologien mit einer guten Wirtschaftlichkeit wie luftgeführter Pelletöfen, Scheitholzvergaserkessel oder auch weniger effiziente Wärmepumpen werden nicht mehr gefördert.
Altanträge werden in Abhängigkeit von Ihrem Eingang bei der BAFA wie folgt gehandhabt:

  • Eingang bis zum 03. Mai 2010: volle Förderung nach den alten Konditionen
  • Eingang vom 04. Mai 2010 bis zum 11. Juli 2010: Ablehnung, für nach den neuen Förderrichtlinien förderbare Anlagen ist eine erneute Antragstellung möglich und erforderlich.

Die Förderkonditionen sollen bis vorerst Ende 2011 gelten.

[Quellen:
Pressemitteilung der BAFA,
Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 9. Juli 2010]

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ProHaus: Richtfest aus zwei Perspektiven


Beim Bloggen und Blog lesen erfährt und lernt man nicht nur eine Menge Dinge, man lernt auch Leute kennen. Desöfteren liest man in Blogs, dass sich Nachbarn in Neublogsdorf gegenseitig besuchen… zumal, wenn man zufällig mit der gleichen Firma sein Projekt bewältigt.

Sowohl Tanja und Enrico als auch Julia und Markus bauen mit ProHaus.

Julia und Markus berichten in ihrem Blog von der Hausmontage:

“… Der Stelltrupp kam dann gegen halb acht und der LKW mit dem Haus gegen 8 Uhr. Mit dem Haus kam auch der Autokran von Gussek. …”

Fein, da kann es dann ja losgehen. Der Kranfahrer allerdings hatte da ein Problem…

“… Der Kranfahrer sagte uns direkt bei der Ankuft das er nicht weiß wie er seinen Kran hier stellen soll. …”

… mit dem Gefälle. Keine Chance. Und schon war das Problem des Kranfahrers das Problem von Julia und Markus. Die beiden waren – verständlich – ziemlich sauer, denn immerhin war das Grundstück nach der Abnahme des Kellers durch ProHaus geprüft worden.

“… So nun hatten wir den Salat. Nun ging die telefonierer los. …”

Das sind im Übrigen die Momente, wo man dem Schöpfer für die Erfindung des Mobilfunks dankt 😉 Gegen Mittag kam dann ein “passender” Kran, die fünf verschenkten Stunden konnte der Montagetrupp auch nicht mehr aufholen… zumal gegen abend die in diesem Juli übliche Gewitterfront aufzog. Wenigstens das Erdgeschoß wurde fertig.

“… Somit war dann gegen 18:30 Uhr am ersten Tag nach dem erdgeschoss schluss. Etwas gegnickt aber trotzdem sehr stolz sind wir dann auch nach Hause gefahren. …”

Weitere Neuigkeiten gibt es im Blog der beiden nicht… dafür aber im Blog von Tanja und Enrico. Die beiden waren nämlich zum Richtfest auf die Baustelle von Julia und Markus eingeladen.

“… Gestern waren wir bei Julia und Markus in der Uhlandstraße 14 zu besuch. Die beiden frischgebackenen Bauherren präsentierten den zahlreichen Gästen stolz ihr neues Haus. …”

Da muss es wohl doch noch ein gutes Ende gegeben haben… trotz Kranpanne und Gewitter, und die Laune war offensichtlich auch wieder bestens:

“… nach einer halben (Mega)Flasche Sekt und viel Lachen war der Nagel endlich versenkt. …”

Julia und Markus selbst erwähnen das Richtfest nur kurz in einem Kommentar im Blog von Tanja und Enrico:

“… Wir haben dann noch bis ca. 1 Uhr gefeiert und haben den Abend noch ausklingen lassen. Heute ist dann auch alles fertig geworden und wir sind super stolz. Der Bautrupp hat super Arbeit geleistet. …”

Passt doch! Bleibt nur noch, Julia und Markus herzlich zum neuen Haus zu gratulieren und viel Ausdauer und Geduld für die kommende Ausbauphase zu wünschen.

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Fertighäuser und Sommerstürme


Landauf, landab gibt es ja die Massivhausverkäufer (und Massivhauskäufer), die gern so ein ganz klein wenig auf die Fertighausfreunde herabblicken. Eigentlich seien das ja gar keine richtigen Häuser, hört man oft, und ganz besonders beliebt ist die bekannte Geschichte mit den drei Schweinchen.

Folgt man genannter Sage, dürfte ein Rensch-Haus-Bauherr kein Dach mehr über dem Kopf haben… weil es ja keine Wände mehr geben dürfte, die ebenjenes tragen. Doch weit gefehlt, erfährt man im Blog:

“… Innerhalb einer halbe Stunde wurde es dunkel, aus einem anfänglichen Landregen wurde ein Monsun und der Wind ließ ringsum Bäume umstürzen und deckte mehrere Dächer ab. …”

Dem Fertighaus ging es hingegen gut. Am Morgen danach Bestandsaufnahme:

“… Die Mülltonnen waren genauso vom Winde verweht wie der Sandkasten und diverse Kleinteile. Zwei Biertische, die ich noch draussen stehen hatte, waren umgekippt. […] Auf unserem Dach sind alle Ziegel da geblieben, wo sie hingehören, die PV Anlage hat auch nichts abbekommen und der nächste umgestürzte Baum war weit genug weg, um keinen Schaden anzurichten. …”

Nur in eine Terrassentür hat der Sturm Wasser gedrückt: Keine Schäden von Bedeutung also. Fazit des Bauherren:

“.. So schlecht scheint das Häuschen nicht zu sein, dass wir uns haben bauen lassen. Zumindest ist’s stabil. …”

Obwohl es ein Fertighaus ist 😀

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