Fortsetzung folgt! – Mit diesen Worten endete der gestrige Beitrag bei baublogs.info, und hier ist sie, die Fortsetzung. Nein, nicht die Fortsetzung der Estrichstory im Baublog von Silke und Andreas… die gibt es noch nicht. Was es aber gibt, ist ein weiterer Fortsetzungsroman, der in Neublogsdorf geschrieben wird. Konkret von den FingerHaus-Bauherren Ivanna und Ulrich.

Mitte September 2011 tauchte im Baublog der beiden das Thema Photovoltaik auf:

“… Bisher war das Thema kategorisch ausgeschlossen worden, da wir für diese Überlegungen absolut keine Zeit mehr hatten, da es mit dem Haus schon viel zu schnell/hektisch gehen musste. …”

Aufgeschoben heisst bekanntlich aber nicht aufgehoben: Zu sehr lockt der Reibach, den man mit Photovoltaik machen kann. Verstehen kann ich’s ja… und so ein Land, aus dem nahezu alle Industrie wegen aberwitziger Strompreise abgewandert ist, ist doch ein viel ökologischerer Alterssitz für Merkel und Konsorten, gell 😀

Also: Der Reibach lockt, und das hat Konsequenzen:

“… Hektisch wird’s jetzt allerdings natürlich schon wieder, denn bis Jahresende ist nicht mehr viel Zeit, und 2012 wird ja die Einspeisevergütung wieder reduziert, und dann wird eine Photovoltaik-Anlage nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sein (zumindest nicht im hohen Norden ;-)) …”

Verstehen kann ich’s ja… aber die Schlussbemerkung von Ivanna und Ulrich bringt den ökonomischen Unsinn der Einspeisevergütungen auf den Punkt.

Ivanna und Ulrich liessen sich Angebote geben und machten Termine. Das Ergebnis, nachzulesen im Baublog (und auch baublogs.info berichtete 😉 ) war ernüchternd:

“… Aus diesem Grund werden wir das PV-Thema nicht weiter verfolgen, die Termine heute und morgen habe ich bereits abgesagt, da es keinen Sinn mehr macht. Das Risiko aufgrund der Ungewissheit der Nachbarbebauung könnte dazu führen, dass wir am Ende nur eine mega-teure Dachbedeckung haben und mehr nicht …”

Weil sie eben nicht wissen, ob die noch nicht vorhandene Nachbarbebauung nicht doch ihr Dach – und damit die Solarpanele – verschatten könnte. Richtig Ruhe gelassen hat den beiden das Thema aber nicht, denn schon wenige Tage später gibt es einen weiteren Beitrag zum Thema Photovoltaik im Baublog. Sie lassen sich

“… unter Berücksichtigung der möglichen/theoretischen Verschattungssituation noch schnell Angebote kommen und vereinbaren wieder Beratungstermine. …”

Hierzu nutzen sie die Software eines in Palo Alto, CA, ansässigen Internetgiganten:

“… Aber mit […] “Sketchup” lässt sich recht schnell die mögliche Verschattungssituation darstellen, in dem unser Haus sowie ein maximal ungünstiges Nachbarhaus als 3D-Modell konstruiert werden und aufgrund der geografischen Informationen in Sketchup die Sonneneintrahlung zu jedem beliebigen Zeitpunkt dargestellt werden kann. …”

Ergebnis der Bemühungen: Es könnte klappen. Die Photovoltaik-Beraterin des Vertrauens beziffert die im worst case zu erwartende Verschattung als knapp tolerierbar. Und der worst case muss ja nicht eintreten, nöch? Wobei… der worst case wäre, wenn die Nachbarbebauung mit Hilfe eines Befreiuungsbescheides zum Beispiel doppelt so hoch wie im B-Plan vorgesehen aufgeführt wird (Anmerkung: der Autor von baublogs.info durfte auch höher bauen als erlaubt… wenn auch nur im zweistelligen Zentimeterbereich). Haben die beiden daran gedacht?

Genau diese Frage stellte dann ein Solateur – Copyright für diese Berufsbezeichnung by Ivanna und Ulrich – den beiden. In ihrem Baublog schreiben sie dazu:

“… So gerne er uns eine Anlage verkaufen würde, muss er jedoch unter diesen Umständen dazu raten, bis nächstes Jahr zu warten bzw. bis zu demjenigen Zeitpunkt, ab dem die konkrete Nachbarbebauung absehbar ist. …”

Zu gross ist nach Ansicht des Solateurs die Gefahr, dass die Anlage den Break Even doch nicht erreichen und den beiden statt satter Gewinne dicke Verluste bescheren könnte. Ernüchternd. Aber vielleicht doch der richtige Hinweis zur richtigen Zeit.

Ob es eine Fortsetzung gibt? Keine Ahnung… schaut doch ab und an mal im Baublog von Ivanna und Ulrich oder bei baublogs.info vorbei 😉

Be Sociable, Share!